Ihre Stimme gegen den vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Kolberger Str. 3-5“

Der Bebauungsplan „Kolberger 3-5“ ist das nächste Bauvorhaben zur Nachverdichtung in der Waldstadt, und es werden viele weitere folgen. Wenn wir uns entschlossen gegen die Bebauung in der Kolberger aussprechen wird dies entscheidenden Einfluss auf die kommenden Bebauungspläne haben.

Für die Waldstadt Karlsruhe – gegen die Wirtschaftsinteressen von Investoren
Mit Ihrer Unterschrift richten Sie sich gegen den vorhaben bezogenen Bebauungsplan „Kolberger Str. 3-5“ Karlsruhe-Waldstadt und helfen uns diesen in seiner jetzigen Form zu verhindern.
Die Unterschriften werden wir persönlich dem Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup überreichen.

Was ist das Ziel?

Wir wollen verhindern, dass die Stadt Karlsruhe ihr Grundstück an einen Investor verkauft und sein Bauvorhaben genehmigt. Der Investor will ein 8-stöckiges Hochhaus und drei 5-stöckige Gebäude direkt neben Einfamilienhäusern errichten.

Was wird beanstandet?

Ihre Unterschrift richtet sich dagegen, dass

    • der Grundwasserspiegel noch weiter gesenkt wird
    • es weniger Grün gibt, der Boden versiegelt wird und Naturflächen verschwinden
    • der Lebensraum für Tiere eingeschränkt wird
    • die Luftbewegung vom Hardtwald in die Waldstadt zugebaut wird
    • 108 Garagen-Stellplätze ersatzlos wegfallen und die Parkplatzsituation noch weiter verschärft wird
    • es ein gesteigertes Verkehrsaufkommen mit mehr Lärm und Abgasen gibt
    • in teuren Tiefgaragen geparkt werden muss
    • der geplante Supermarkt weiteren Verkehr und Lärm verursacht. Es ist zu befürchten, dass der Netto und/oder der Penny Markt verschwinden
    • die persönliche Wohnqualität durch das schwinden der bisher weitläufigen und ruhigen Wohngegend einschränkt wird
    • überteuerte Wohnungen zu Gunsten eines Investors gebaut werden

Gegen den vorhabenbezogenen Bebauungsplan "Kolberger Str. 3-5" Karlsruhe-Waldstadt

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Mentrup,

ich richte mich gegen den vorhabenbezogenen Bebauungsplan "Kolberger Str. 3-5" Karlsruhe-Waldstadt.

**ihre Unterschrift**

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Wie wird das begründet?

Teure Wohnungen

Nur 1/5 der geplanten Wohnungen sollen sozial gefördert werden. Es entstehen überwiegend teure Wohnungen. Es ist nicht zu erwarten, dass ein Investor bezahlbaren Wohnraum anbietet. Besser wäre ein Projekt mit Volkswohnung. Anstatt, dass die Stadt das Tankstellengelände an einen Investor verkauft, wäre es viel besser das Garagengelände zu erwerben und erschwinglichen Wohnraum zusammen mit Volkswohnung anzubieten.

Keine Parkplätze

Es sind 57 Wohnungen und 48 Studentenzimmer geplant. Bei nur 2 Personen pro Wohneinheit macht das 162 potentielle Autofahrer. Die geplanten 105 KFZ-Stellplätze sind zu knapp bemessen. Die durch die Anwohner genutzten 108 Garagen-Stellplätze fallen weg. Die in Aussicht gestellten 20 öffentlichen KFZ-Stellplätze entstehen nicht neu, lediglich durch ein Parken quer zur Fahrbahn werden etwa 10 öffentliche Parkplätze geschaffen. Somit entstehen bei dem Bauvorhaben trotz 57 neuen Wohnungen und 48 neuen Studentenzimmern tatsächlich nur 7 PKW Stellplätze! Für den geplanten Supermarkt sind keine Kundenparkplätze vorgesehen. Die Kunden konkurrieren mit den Anwohnern um den eingeschränkten Parkraum. Das verschärft die jetzt schon vorhandene Parkplatzknappheit bis über das erträgliche hinaus. Besser wäre es das Garagengelände zu erhalten und mit Ladestationen auszubauen damit auch Bewohner der Waldstadt die Möglichkeit auf Elektroautos bekommen.

Noch ein Supermarkt?

Die Waldstadt ist mit Supermärkten mehr als ausreichend versorgt (Elbinger Straße, Waldstadtzentrum, Schneidemühler-Straße). Ein zusätzlicher Supermarkt an dieser Stelle bringt den Anwohnern keinen Vorteil sondern nur den zwangsläufigen Nachteil von mangelnden Parkplätzen und eine Einschränkung der Verkehrssicherheit durch die Kurvenlage. Davon betroffen sind vor allem die Kinder auf dem Weg in einen der Kindergärten oder der Schulen. Außerdem führt es zu einer nennenswerten Lärmbelastung für die Anwohner in den frühen Morgenstunden durch die Anlieferung. Es ist zu befürchten, dass der weniger als 400 Meter entfernte Netto schließen muss.

Hochhaus

8 und 5-stöckige Gebäude direkt neben ein- und zweigeschossigen Häusern?
Der Abstand zu den umliegenden Einfamilienhäusern ist mit weniger als 30 Metern viel zu gering. Diese sind mit den zugehörigen Gärten direkt von hoher Position einsehbar.  8 Stockwerke sind nach § 17, Abs. 2 BauNVO nicht zulässig. Der Rahmenplan Waldstadt 2020 sieht keine 8-stöckigen Gebäude vor.

Schutz vor Hitze

Die Planer der Waldstadt hatten ein besonderes Augenmerk auf die Luftschneise. Die kühle Luft vom Hardtwald würde durch die hohe Bebauung abgehalten und somit die  Be- und Entlüftungsachse verändert. Wenn die Lücke so massiv zugebaut wird ist der für die Waldstadt wichtige Südwestwind aus dem Hardtwald unterbunden, der für eine Temperaturdifferenz von circa 2°C zur Innenstadt führt.

Bauphase belastet

Für die Baumaßnahme müssen großzügig Bäume gefällt werden. Wurzeln alter Bäume können durch den Aushub der Baugrube beschädigt werden und damit absterben. Die Tier- und Pflanzenwelt leidet massiv und wird sich nach dem Bau wohl nicht wieder gänzlich erholen. Baulärm belastet die Anwohner und öffentliche Parkflächen werden in der Bauphase durch Arbeitsgeräte und Bauarbeiter belegt.

Garagenareal dient als Ausgleichsfläche

Rund um das Garagenareal lebt eine Gemeinschaft von Pflanzen, Tieren, und Bewohnern in relativer Ungestörtheit. Die umstehenden Bäume und vor allem Sträucher stellen eine Ausgleichsfläche dar. Seither ist die mindergenutzte Fläche eine Oase der Ruhe, ein Naturraum zwischen den Wohnblöcken.

Grundwasserspiegel sinkt

Schon der Bau der Waldstadt-Feldlage hat den Grundwasserspiegel um 3 Meter gesenkt. Die Grundwasserbewegung in der Umgebung wird durch den Bau beeinflusst. Die Pflanzen leiden. Der Grundwasserspiegel sinkt weiter und die Bäume haben es noch schwerer gesund zu bleiben.

Noch mehr Bewohner in der Waldstadt?

Durch die Wohnblöcke ist die Bevölkerungsdichte in der Waldstadt jetzt schon sehr hoch. Die Freiräume zwischen den Wohnblöcken werden als Ausgleichsfläche benötigt und dürfen nicht zugebaut werden! Noch mehr Bewohner schaden der Waldstadt. Der Freiraum wird eingeschränkt und der Lärmpegel steigt. Der ursprüngliche Charakter der Waldstadt geht verloren.

Präzedenzfall

nach diesem Vorbild dürfte wohl weiter gebaut werden. Jede Straße der alten Waldstadt wird betroffen sein, denn überall haben die Städteplaner „mindergenutzte Flächen“ ausfindig gemacht. Deshalb gilt: Wehre den Anfängen!

Der komplette Bebauungsplan ist auf den Internetseiten der Stadt Karlsruhe einsehbar: https://www.karlsruhe.de/b3/bauen/bebauungsplanung/plaene/kolberger_str_3-5


Zum Sammeln handschriftlicher Stimmen hier als PDF zum Ausdrucken