Rahmenplan Waldstadt-Waldlage

Das von der Stadt Karlsruhe beauftragte Planungsbüro präsentierte 2015 den Rahmenplan Waldstadt-Waldlage und stellte 800-1000 Neubauwohnungen in Aussicht.

Den Rahmenplan Waldstadt-Waldlage inklusive Präsentation und Protokoll finden Sie auf den Seiten der Stadt Karlsruhe.

Am 17. August 2015 wurde vom Gemeinderat der Rahmenplan Waldstadt-Waldlage einstimmig beschlossen. Im öffenlichen Protokoll gibt es interessante Aussagen zu bestaunen:

Stadtrat Zeh (SPD): „[..] Nach rd. 60 Jahren ist nun eine Erneuerung der Häuser angesagt, ist Nachverdichtung Gott sei Dank auch hier jetzt möglich. Es ist ja durchaus sehr locker bebaut. [..]“

Stadträtin Lisbach (GRÜNE): „[..] Wenn es auch immer heißt, wir haben keine Flächen, muss man sich einfach die Quartiere einmal genauer angucken, wo sind auch mindergenutzte Flächen wie Garagenhöfe oder Wendeschleifen, überbreite Straßen. [..] Da finde ich es jetzt auch sehr gut [..], dass man erst einmal das macht, was mit der Volkswohnung geht oder was ohne Probleme geht, weil es einfach Flächen sind, die heute nicht von mehreren Eigentümern belegt sind und man als nächstes diese Leuchtturmprojekte macht, um dann auch die Eigentümer zu motivieren [..], dass vielleicht mit einer Aufstockung des Gebäudes durchaus Geld verdient werden kann [..]“

Stadtrat Dr. Fischer (KULT): „[..] hier wird es dicke Bretter zu bohren gelten, denn bei jedem Gebäude, das angedacht ist, wird es im Umfeld Widerstand geben. Da müssen wir auch Überzeugungsarbeit leisten, dass wir einfach zusammenrücken müssen in den nächsten Jahren [..]“

Stadtrat Mossuto (GfK): „[..] In der am 15. Oktober öffentlichen Veranstaltung [..] von Seiten der Bürgerinnen und Bürger folgende kritische Punkte leidenschaftlich vorgetragen wurden: Beim Begriff der qualifizierten Innenentwicklung war massive Kritik und Widerstand zu verzeichnen, da eine darunter zu verstehende Verdichtung absolut abgelehnt wurde. Abriss und Neubau oder Sanierung in bestimmten Bereichen wurde dagegen voll und ganz akzeptiert, wenn diese Bereiche die Garagenhöfe, ehemalige Tankstellen oder die Ladenzeilen umfassen. [..] Um das Ziel einer qualifizierten Innenentwicklung dennoch zu erreichen, ist es unbedingt notwendig, die Eigentümer, Einwohner und den Bürgerverein zeitnah auf allen Planungsebenen an der Entscheidungsfindung zu beteiligen.“

Die Gemeinderatssitzung ist hier Dokumentiert.

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